Freitag, 20. Februar 2009

Kennen vielleicht schon viele...

Ich werde dich immer lieben (von Robert Munsch)
Eine Mutter hielt ihren neugeborenen Sohn in den Armen.
Sie wiegte ihn vor und zurück, vor und zurück, und sang ganz leise:
Ich lieb dich für immer,meine Liebe ist dein;
solang wie ich lebewirst du mein Kind sein.
Der Sohn wuchs heran. Er wurde größer und größer. Als er zwei Jahre alt war, rannte er durchs ganze Haus; er riss Bücher aus den Regalen, leerte den Kühlschrank oder spülte die Uhr seiner Mutter durchs Klo hinunter.
Dann seufzte seine Mutter manchmal: Der Junge macht mich noch wahnsinnig. Aber nachts, wenn ihr Sohn endlich eingeschlafen war, ging die Mutter in sein Zimmer und trat auf Zehenspitzen an sein Bett. Wenn er tief und fest schlief, setzte sie sich zu ihm und dachte an die Zeit zurück, als sie ihr Baby in den Armen wiegte, vor und zurück und sang ganz leise:
Ich lieb dich für immer,meine Liebe ist dein;
solang wie ich lebewirst du mein Kind sein.
Der Sohn wuchs heran. Er wurde größer und größer. Als er neun Jahre alt war, kam er nie zum Essen rein, wenn man ihn rief; nie wollte er sein Bad nehmen; und wenn die Oma zu Besuch kam, sagte er unanständige Dinge um sie zu ärgern.Manchmal hätte seine Mutter den Bengel am liebsten an den Zoo verkauft.
Aber nachts, wenn ihr Sohn endlich eingeschlafen war, ging die Mutter in sein Zimmer und trat auf Zehenspitzen an sein Bett. Wenn er tief und fest schlief, setzte sie sich zu ihm und dachte an die Zeit zurück, als sie ihr Baby in den Armen wiegte, vor und zurück und sang ganz leise:
Ich lieb dich für immer,meine Liebe ist dein;
solang wie ich lebewirst du mein Kind sein.
Der Sohn wuchs heran. Er wurde größer und größer. Als er erwachsen war, zog er zu Hause aus.
Er wohnte jetzt am Ende der Stadt.Manchmal, nachts, wenn seine Mutter nicht schlafen konnte, lag sie im Bett dachte an die Zeit zurück, als sie ihr Baby in den Armen wiegte, vor und zurück und sang ganz leise:
Ich lieb dich für immer,meine Liebe ist dein;
solang wie ich lebe wirst du mein Kind sein.
Aber nicht nur der Sohn wurde älter, auch die Mutter wurde älter und älter und alt.Eines Tages rief sie ihren Sohn an und sagte:
Du kommst besser vorbei; ich bin zu alt und zu gebrechlich, um das Haus zu verlassen.?Der Sohn fuhr quer durch die Stadt zu seiner Mutter. Als er zur Tür hereintrat, hörte er sie leise singen:
Ich lieb dich für immer,meine Liebe ist dein...
Aber sie konnte nicht zu Ende singen, so gebrechlich war sie und schwach.Da setzte sich der Sohn zu seiner Mutter ans Bett und nahm sie in die Arme. Er wiegte sie vor und zurück, vor und zurück, vor und zurück, und sang ganz leise:
Ich lieb dich für immer,meine Liebe ist dein;
solang wie ich lebewirst du meine Mutter sein

Aber ich finde das soooo schön :-)



5 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

....das geht ans Herz und sollte immer so sein;)

glg marion

Claudia hat gesagt…

das ist das wahre leben und es ist so schön.
glg
claudia

nik und lou hat gesagt…

ist das schön . . .

LG Inga

Christine hat gesagt…

...da muss ich ja gleich ein paar Tränchen verdrücken.
Wunderschön.

LG
Christine

Feenwerkstatt hat gesagt…

Danke für diese wunderbare Geschichte...ich habe da auch jemanden, den ich das Lied gerne vorsummen möchte...
Lieben Gruß von Anja